Keine Versprechen, keine Ausreden. Nur Fakten.
Wenn es um Filter, Materialien und Nachhaltigkeit geht, wird schnell vereinfacht. Entweder ist etwas „komplett plastikfrei“ oder gleich „nicht nachhaltig“. Dazwischen bleibt oft wenig Platz für Differenzierung.
Uns ist wichtig, genau diesen Raum aufzumachen. Nicht um etwas schönzureden, sondern um nachvollziehbar zu erklären, wie Entscheidungen zustande kommen – und warum einfache Antworten selten die ganze Geschichte erzählen. Nachhaltiger Konsum bedeutet für uns nicht Perfektion, sondern informierte Abwägung.
Materialien sind dabei kein Selbstzweck. Sie erfüllen Funktionen – technisch, praktisch und im Alltag. Entscheidend ist deshalb nicht nur, was eingesetzt wird, sondern wie, warum und in welchem Umfang. Genau deshalb schauen wir bei unserem Filter nicht auf Schlagworte, sondern auf das Gesamtbild: Materialeinsatz, Funktion, Nutzungsdauer und eine offene Kommunikation darüber.
Was das heißt, zeigt ein Blick auf den Filter selbst.
Hybrid Supreme Filter: Material und Aufbau im Detail
Unser Filter ist klein. Wirklich klein. Mit 3 cm Länge und 6,4mm Durchmesser kommt es auf jedes Detail an.
Im Inneren steckt eine Kombination aus Aktivkohle und pflanzenbasierte Fasern, eine sogenannte Fiber Blend. Damit diese Faserstruktur bei der Größe stabil bleibt und nicht in sich zusammenfällt, braucht es ein technisches Bindemittel.

Dieses Bindemittel enthält einen sehr geringen Anteil eines bio-basierten Acetat. Das ist der einzige Punkt, an dem Kunststoff ins Spiel kommt. Es gibt keinen Mantel, keine Beschichtung und keinen synthetischen Kern – sondern einen funktionalen Anteil, der bewusst eingesetzt, messbar und minimal ist.
Um diese Größenordnung einzuordnen, hilft ein Perspektivenwechsel.
Größenvergleich: Aktivkohlefilter vs. Lego-Baustein
Zahlen allein schaffen selten ein gutes Gefühl für Dimensionen. Deshalb ein Vergleich aus dem Alltag:
Ein einzelner Lego Baustein enthält mehr Kunststoff als ein Hybrid Supreme Filter über seine gesamte Nutzungsdauer hinweg. Nicht pro Stück, nicht pro Einheit, sondern über die komplette Lebenszeit betrachtet.
Das ist keine Werbebehauptung, sondern eine einfache Verhältnisrechnung, und genau das macht sie so aussagekräftig.

Bio-basiertes Acetat im Filter: Was bedeutet das?
Kurz vorweg, damit wir vom selben reden: Hier geht es nicht um klassischen Kunststoff aus Erdöl.
Das eingesetzte Acetat basiert auf pflanzlichen Rohstoffen und wird aus verarbeiteten Pflanzenfasern hergestellt. Das ist nichts Neues oder Experimentelles – dieses Material wird seit Jahrzehnten ganz selbstverständlich in Technik, Medizin und Industrie verwendet.
Ein weiterer Punkt, der oft gefragt wird:
Unter passenden Bedingungen kann sich das Material schrittweise abbauen, weil seine Struktur näher an natürlichen Fasern liegt als an herkömmlichen, erdölbasierten Kunststoffen.
Aber – und das ist der entscheidende Teil – das Schlagwort „bio-basiert“ allein macht noch kein Produkt sinnvoll oder nachhaltig. Entscheidend ist der Einsatz:
- eine sehr kleine, klar begrenzte Menge,
- eine konkrete, notwendige Funktion,
- kein Massen- oder Wegwerfmaterial.
Genau an dieser Stelle wird aus einem Materialeinsatz eine bewusste Entscheidung – und nicht einfach nur „ein grünes Etikett“.
Plastik-Symbol auf Aktivkohlefiltern: Gesetzliche Kennzeichnungspflicht erklärt
Das Schildkröten-Symbol mit dem Hinweis „Plastik im Filter“ ist keine freiwillige Kennzeichnung. Es ist gesetzlich vorgeschrieben – und das aus gutem Grund.
Die Idee dahinter ist einfach:
Du sollst auf den ersten Blick erkennen, dass im Filter Kunststoff enthalten ist. Ohne Fachwissen, ohne Nachlesen, ohne Kleingedrucktes.
Unser Umgang damit ist entsprechend unkompliziert:
Wir erfüllen diese Kennzeichnungspflicht klar, sichtbar und ohne Ausreden.
Kein Verstecken, kein Relativieren, kein Marketing-Nebel.
Du sollst nicht überlegen müssen, was ein Symbol bedeutet oder warum es vielleicht doch nicht so gemeint ist.
Du sollst es einfach wissen.
Einordnung: Was das Symbol nicht zeigt
Das Symbol gibt nur an, dass Kunststoff enthalten ist – nicht wie viel, warum oder in welchem Kontext. Genau deshalb erklären wir das zusätzlich: welche Art Material eingesetzt wird, wofür es gebraucht wird und warum es sich nicht um ein Wegwerf-Volumenmaterial handelt.
Transparenz endet für uns nicht beim Symbol.
Sie fängt dort erst an.
Low-Impact statt plastikfrei: Realistische Filteralternativen
„Null Plastik“ klingt gut. Ist in vielen technischen Anwendungen aber schlicht nicht realistisch.
Unser Ansatz ist deshalb ein anderer. Kein Idealbild, sondern eine Abwägung:
- so wenig Impact wie möglich,
- so viel Funktion wie nötig,
- so offen kommuniziert wie machbar.
Das Ergebnis ist ein Filter, der technisch sauber funktioniert, dessen Materialeinsatz nachvollziehbar ist und dessen ökologischer Fußabdruck im Verhältnis betrachtet werden muss.
Aktivkohlefilter Gesamtbilanz: Filterleistung und Materialimpact
Ja, der Hybrid Supreme Filter enthält eine mikroskopisch kleine Menge Kunststoff. Das gehört zur Wahrheit – genauso wie der Kontext, in dem dieser Materialeinsatz steht.
Der Kunststoff ist Teil eines Aufbaus aus Zellstoff und Gewebe. Diese Kombination ist kein Zufall, sondern funktional: Die Struktur sorgt für eine stabilere Filtermatrix, die nicht nur formstabil bleibt, sondern auch aktiv an der Filterleistung beteiligt ist. Der Aufbau hilft dabei, Schadstoffe effektiver zurückzuhalten, als es bei vielen herkömmlichen Filtern der Fall ist.
Gleichzeitig bringt das im Alltag praktische Vorteile mit sich: Der Filter bleibt auch bei Kälte funktionstüchtig, verstopft oder „versifft“ nicht im Winter und lässt den Rauch kontrollierter passieren. Dadurch wird der Rauch spürbar abgekühlt, ohne dass der Zug leidet. Ein weiterer Punkt: Durch den stabilen Aufbau wird verhindert, dass sich Aktivkohlestaub löst – bis zu 99 % des Staubs werden zurückgehalten, statt mit eingeatmet zu werden.
Kurz gesagt: Ja, es ist Kunststoff enthalten. Aber er ist Teil einer gezielten Konstruktion, die dafür sorgt, dass mehr Schadstoffe gefiltert, weniger Partikel weitergegeben und konstantere Bedingungen beim Rauchen erreicht werden.
Unser Label blendet diesen Kunststoff nicht aus – es ordnet ihn ein.
Nicht emotional, nicht beschönigend, sondern funktional und nachvollziehbar.
Fazit: Bewusst konsumieren
Am Ende geht es nicht um Ideale, sondern um praktikable Lösungen.
Am Ende zählt das Gesamtbild: eine höhere Filterleistung, ein stabiler Filter im Alltag, weniger unerwünschte Partikel und eine offene Kommunikation darüber, was drin ist – und warum.
Bewusst drehen. Bewusst konsumieren.
Ohne Bullshit.
Quellen & wissenschaftliche Referenzen
Wikipedia – Celluloseacetat. Wikipedia
Umweltbundesamt Deutschland. Umweltbundesamt
sensXPERT – Materialwissenschaft. sensXPERT
Tabakguru – Zigarettenfilter. Tabakguru
TU Hamburg – Forschungsprojekt. TU Hamburg


